Erste Hilfe mit Homöopathie

Neben der Therapie von chronischen Erkrankungen ist die Homöopathie selbstverständlich auch hervorragend geeignet zur Behandlung von akuten Krankheiten wie Verletzungen und Infektionen usw. Auch hier gilt allerdings, dass wir nie die Krankheit, sondern immer den kranken Menschen mit unseren Mitteln behandeln, d.h. wir müssen auch im Akutfall die,  auf die akute Krankheit bezogene, gesamte Symptomatik für die Mittelwahl beachten und dürfen nicht schematisch verordnen, denn auch hier gilt, dass nur das Mittel heilen kann, welches der Symptomatik des Patienten am ähnlichsten ist (similia similibus curentur).

Auch wenn die Anzahl der in Frage kommenden Mittel bei akuten Störungen recht überschaubar ist, bleibt es dem Behandler unbenommen die in Frage kommenden Mittel genau zu differenzieren, Hierbei spielen insbesondere die Modalitäten eine besonders wichtige Rolle,

  • Wodurch wurden die Beschwerden ausgelöst?
  • Wie sind die Empfindungen bzw. die Schmerzen?
  • Wo befinden sich die Beschwerden genau?
  • Wann treten die Beschwerden  auf?
  • Was verschlechtert bzw. was bessert die Beschwerden?

In dem unten vorliegenden Repertorium für Verletzungen und grippale Infektekte finden Sie hinter den verschiedenen Indikationen eine sicherlich nur unvollständige Liste der jeweils wichtigsten Arzneimittel, d.h. im Einzelfall kann durchaus auch ein hier nicht aufgeführtes Arzneimittel indiziert sein. Durch Anklicken der Mittel werden Ihnen die jeweiligen Leitsymptome des Mittels angezeigt.

Grundsätzlich sollten homöopathische Laien
nur leichtere akute Erkrankungen selbst behandeln!

Setzen Sie sich im Zweifelsfall immer mit Ihrem Homöopathen in Verbindung!


Dosierung

Zur Behandlung von akuten Störungen eignen sich besonders die Potenzen C6 oder C12.

Die erste Gabe besteht aus 3 - 5 Globuli pur auf die Zunge. Für die Folgegaben gibt man 7 Globuli auf ein Glas Wasser und verkleppert kräftig mit einem Holz- oder Plastiklöffel. Ein Schluck von dieser Lösung entspricht einer Gabe.

Es gilt die Regel: Je akuter und heftiger die Beschwerden auftreten, desto häufiger kann das Mittel gegeben werden.

D. h. bei sehr heftigen und akut auftretenden Beschwerden kann das Mittel alle 5 - 10 - 15 min eingenommen werden. Ansonsten alle 1 - 4 Stunde eine Gabe.

Eine Besserung sollte nach 2 - 6 Stunden erfolgen. Bei Eintritt der Besserung mit der Gabenhäufigkeit zurückgehen auf 1x täglich.

 

Repertorium - VERLETZUNGEN - GRIPPALER INFEKT

Bienenstich Apis, Acidum carbolicum, Ledum, Kochsalzumschläge
Bisswunden Ledum
Gehirnerschütterung Arnika, Hypericum
Gesichtsverletzungen Arnika, Ruta
Insektenstich Ledum
Knochenbruch Symphytum, Calcium phosphoricum
Knochenhautverletzung Ruta
Nervenverletzung Hypericum
Platzwunde Arnika, Calendula
Prellung Arnika (Kopf), Ruta (Gelenke und knöcherne Partien), Hypericum (Wirbelsäule)
Quetschungen Arnika, Calendula, Hypericum (Finger) 
Riss-, Platz-, Schürfwunden Arnika, Calendula, Hypericum, Bufo (Lymphangitis), Gunpowder (Lymphangitis)
Schnittwunden Staphisagria, Hypericum, Calendula
Schock Aconit, Arnika, Opium, Rescue-Remedy
Stichwunden Ledum, Silicea (Splitter)
stumpfe Verletzung des Augapfels Symphytum, Arnika, Ledum
Tetanusprophylaxe Wunde zum Bluten bringen, Arnika, Calendula, Hypericum, Ledum
Überanstrengung, Folge von Rhus-tox., Ruta, Arnika
Verbrennungen Cantharis, Causticum, Urtica urens, Essig
Verletzung der Sehnen Ruta, Rhus-tox
Verstauchung Rhus-tox., Ruta
Grippaler Infekt Aconit, Belladonna, Bryonia, Eupatorium perfoliatum, Ferr-phos., Gelsemium, Hepar-sulf, Rhus-tox
Schnupfen Allium cepa, Euphrasia, Arsen, Kalium bichromicum, Nux vomica
Husten Aconit, Antimon-tart., Bryonia, Hepar-sulf., Ipecachuana
Schreck Aconit