Geschichte

Christian Friedrich Samuel Hahnemann wurde am 10.4.1755 als Sohn eines Porzellanmalers in Meißen geboren. Obwohl in eine Zeit des Krieges und der Not hineingeboren, genoss er durch seinen Vater eine zwar strenge aber an den Idealen des Humanismus orientierte Erziehung, konnte aber aufgrund der Armut zunächst nicht regelmäßig die Schule besuchen. Aufgrund seiner großen Begabung aber bekam er eine besondere Förderung durch seinen Lehrer, so dass er ein Studium der Chemie und dann ab 1775 das Medizinstudium in Leipzig beginnen konnte, welches er dann 1779 mit der Promotion abschloss. Als Arzt arbeitete er dann unter anderem in Wien und Siebenbürgen bis er wieder nach Sachsen zurückkehrte und dort von 1785 - 1789 in Dresden die Stelle des stellvertretenden Stadtphysikus innehatte. Während dieser Zeit verdichtete sich in ihm mehr und mehr eine Unzufriedenheit mit der damaligen Medizin. Er erkannte, dass die exzessiven Aderlässe, Säfteentziehungen, Quecksilberkuren und Arzneimittelmischungen, mit denen die Patienten damals behandelt wurden, diese "mehr dem Tod näher brachten als sie zu heilen". Da es aber auch keine Alternativen gab und er "vor seinem Gewissen nicht schuldig werden wollte" gab er schließlich den Arztberuf ganz auf. Er begann wieder Fachbücher zu schreiben und zu übersetzen. Unter anderem beschäftigte er sich als einer der ersten mit dem Thema Hygiene und Ernährung und veröffentlichte 1792 die Schrift "Freund der Gesundheit" ein kleiner Ratgeber für die Öffentlichkeit über Hygiene und Lebensweise.

Aber ein ganz anderes Erlebnis sollte sein Leben und die ganze Medizin revolutionieren. Im Jahre 1790 übersetzte er eine Materia Medica des damals führenden Arzneimittelexperten und Chemikers Dr. William Cullen und stieß dabei auf Zweifel an dem was Cullen über die Wirkweise der Chinarinde bei der Behandlung von Malaria schrieb. Er begann damit die Wirkung der Chinarinde an sich selbst auszuprobieren. Er nahm einige Tage lang geringe Dosen Chinarinde ein und schrieb akribisch genau alle Veränderungen und Symptome auf, die sich bei ihm zeigten. Dabei machte er die erstaunliche Feststellung, dass er Symptome entwickelte , wie er sie von Malariapatienten her kannte, also genau die Beschwerden gegen welche die Chinarinde als Malariamedikament eingesetzt wurde.

Die Schlussfolgerung daraus war eindeutig. Nicht die tonisierende Wirkung auf den Magen, wie Cullen es behauptete, macht Chinarinde zu einem Malariamittel, sondern sie heilt Malaria weil sie in der Lage ist Malaria ähnliche Symptome am Gesunden hervorzurufen. Dieses Erlebnis ist als der " Chinarindenversuch" in die Homöopathiegeschichte eingegangen und gilt als die Geburtsstunde der Hömöopathie.

Viele weitere Versuche, auch mit anderen Substanzen, folgten bis Hahnemann dann im Jahre 1796 zum ersten mal seinen Lehrsatz

Similia similibus curentur
Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt

veröffentlicht.

Zahllose weitere Arzneimittelprüfungen folgten. Im Verlauf dieser Versuche machte er dann die Erfahrung, dass die Mittel, die entsprechend seinem Ähnlichkeitsgesetz eingesetzt wurden, in grobstofflicher Form viel zu stark giftig wirken, so dass er begann mit der Dosierung zu experimentieren und die Ausgangssubstanzen immer mehr verdünnte und verschüttelte bis die Wirkung der Mittel "schnell, sanft und dauerhaft" war. Am Ende dieser Versuche, die über mehrere Jahre gingen, kam Hahnemann zu dem Ergebnis, dass die Mittel die beste Wirkung zeigen wenn sie stufenweise verdünnt und verschüttelt werden und nannte diesen Prozess "Dynamisierung" oder wie man heute sagt "Potenzierung".

Im Jahre 1810 ist es endlich so weit. Hahnemann veröffentlicht zum ersten mal seine neuen Erkenntnisse in der 1. Auflage seines "Organon der Heilkunde" (die folgenden Auflagen heißen dann "Organon der Heilkunst") in dem er in 291 Paragraphen die Regeln und die Gesetzmäßigkeiten seiner neuen Heilkunst beschreibt.

Da er nun eine Alternative zur herkömmlichen Medizin gefunden hatte begann Hahnemann wieder zu praktizieren und erwarb sich unter seinen Patienten schnell einen hervorragenden Ruf als Arzt (z. B.. während einer Typhusepidemie 1813 , und einer Choleraepidemie im Jahre 1830 )und wird in ganz Europa bekannt. Aber er machte sich nicht nur Freunde mit seiner Homöopathie, vor allem viele Arzte und Apotheker machen ihm das Leben schwer, so dass er mit seiner Frau, und seinen schließlich 11 Kindern, mehrfach umziehen und immer wieder von neuem beginnen musste.

In den Jahren 1811 - 1821 arbeitete er unermüdlich an seinen Arzneimittelprüfungen und veröffentlichte seine Materia Medica " Die Reine Arzneimittellehre" und dann in den Jahren 1828 - 1830 "Die Chronischen Krankheiten".

Nachdem 1830 seine Frau gestorben war heiratete Hahnemann 1835 im Alter von 80 Jahren die 35 jährige Pariserin Marie Melanie d´Hervilly mit der er kurz darauf nach Paris umsiedelte und dort zusammen mit ihr eine große homöopathische Praxis führte.

1841 bekommt er als späte Anerkennung seiner Leistung die Ehrenbürgerschaft seiner Geburtsstadt Meißen.

Am 2. Juli 1843 stirbt Samuel Hahnemann im Alter von 88 Jahren in Paris, wo er auf dem Cimitiere Pere de la Chaise begraben liegt.

 

Grundprinzipien der klassischen Homöopathie

In § 1 + 2 seines "Organon der Heilkunst" schreibt Hahnemann:

"Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen
gesund zu machen, was man heilen nennt."
Und
"Das höchste Ideal der Heilung ist die schnelle, sanfte, dauerhafte
Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und
Vernichtung der Krankheiten in ihrem ganzen Umfang."

In diesen beiden einleitenden Paragraphen wird schon deutlich was Hahnemann von einer wirklich heilenden Medizin und vom Arzt erwartet.

  1. Es geht darum kranke Menschen zu heilen.
  2. Die Heilung soll schnell, sanft, dauerhaft und umfassend sein
  3. Alles muss nachvollziehbar sein

Bewusst spricht Hahnemann nicht von Krankheiten, die es zu heilen gilt, sondern von kranken Menschen. Demnach kann man auch sagen, nur wenn der ganze Mensch betrachtet wird und seine Krankheit in ihrem ganzen Umfang erkannt wird ist wirkliche Heilung möglich. Es kann also nicht nur darum gehen irgendwelche lokalen Beschwerden zu behandeln und diese vordergründig zu beschwichtigen. Heilung kann nur erreicht werden wenn wir den Menschen in allen seinen Seinsbereichen, d.h. auf seiner körperlichen Ebene, seiner emotionalen oder Gefühlsebene und auf seiner geistigen Ebene, wahrnehmen. Nur dann sind wir in der Lage die Natur der Krankheit in ihrem ganzen Ausmaß zu erkennen.

Krankheit ist eine Störung der Lebenskraft

Die Lebenskraft oder Dynamis, wie Hahnemann sie nannte, ist die Kraft oder Energie, welche die Regulierung der verschiedensten Organtätigkeiten sowie alle Empfindungen steuert. Sie ist immateriell und dynamisch. Ohne sie wäre der physische Leib zu keinem Leben fähig und würde zerfallen. In gesundem Zustand bilden physischer Leib und Dynamis eine Harmonie miteinander und dienen dem "vernunftfähigen Geist" als Werkzeug für die "höheren Zwecke des Daseins".

Jeder Krankheit, soweit nicht durch grobe äußere Einwirkungen verursacht, liegt eine Störung dieser Lebenskraft zugrunde - der Organismus gerät in eine Disharmonie. Mit anderen Worten könnte man auch sagen die Schwingung der Lebenskraft wird verändert. Diese verborgene Störung der Lebenskraft gibt sich dem aufmerksamen Beobachter durch subjektive und Objektive Befindensänderungen und durch körperliche, emotionale und geistige Symptome zu erkennen. Oder anders ausgedrückt: jeder Mensch entwickelt in seiner Krankheit seine ganz eigene individuelle Symptomatik. Symptome sind also nichts anderes als die äußerlich sichtbaren Zeichen der gestörten Lebenskraft - die innere Störung bildet sich im Außen ab und wird dadurch erkennbar.

Die Gesamtheit der Symptome zeigt uns
die Art der Störung der Lebenskraft

Wie sich viele verschiedene Pinselstriche in ihrem Zusammenwirken der Farben zu einem Gemälde vereinen, so können wir erst an der Gesamtheit der Symptome, die ein Mensch zeigt seine individuelle Krankheit erkennen. Das Betrachten nur einzelner lokaler Symptome dagegen wird uns nie die eigentlich zugrundeliegende Krankheit zu erkennen geben.

 

Das Ähnlichkeitsgesetz

"Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll"

Similia similibus curentur
Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt

Dies ist das zentrale Gesetz welches der Homöopathie zugrunde liegt und worin auch der Name "Homöopathie" seinen Ursprung hat (homoion - ähnlich, pathos - Leiden).

Jedes wirksame Arzneimittel erregt im menschlichen Körper eine Art von eigener Krankheit mit ganz bestimmten Symptomen (Arzneimittelprüfung). Sind nun diese Symptome ähnlich der individuellen Symptome des kranken Menschen wird dieses Mittel in der Lage sein eine Reaktion der gestörten Lebenskraft zu veranlassen, so dass die natürliche Krankheit überwunden wird. Um dies anhand eines Modells zu erklären, könnte man auch sagen, die Frequenz des Arzneimittels tritt in Resonanz mit der Frequenz der Lebenskraft und wirkt auf diese regulierend. Damit zwei Frequenzen in Resonanzbeziehung treten können, müssen sie ähnlich sein, ansonsten hätten sie keinen Einfluss aufeinander.

Anhand der Tollkirsche soll dies verdeutlicht werden: Nimmt ein gesunder Mensch Tollkirschen ein, bekommt er ganz bestimmte Vergiftungserscheinungen, wie z. B. trockene Schleimhäute, pulsierende Kopfschmerzen, glasige Augen, große Pupillen und Krämpfe.

Haben wir nun einen Patienten z. B.. mit einem fieberhaften Infekt mit den Symptomen pulsierende Kopfschmerzen, trockenem Mund, große Pupillen, glasigen Augen und evtl. auch einer Neigung zu Fieberkrämpfen wäre diese Symptomatik ganz ähnlich einer Tollkirschvergiftung. In diesem Falle wäre Belladonna das angezeigte homöopathische Arzneimittel.

 

Die Arznei

Da wir also für jeden Patienten mit seiner individuellen Symptomatik, die geeignete, d.h. ähnliche Arznei benötigen um ihn heilen zu können, bedarf es einer umfassenden Kenntnis über die Wirkung so viel wie möglicher arzneilich wirkender Stoffe. Das heißt es ist notwendig zu erkennen welche Veränderungen an Körper, Seele und Geist jedes einzelne Arzneimittel hervorbringen kann.

Was ein Stoff macht, kann er auch heilen

Um nun zu diesen genauen Kenntnissen der Arzneiwirkungen zu gelangen bedient sich die Homöopathie

  1. Der Arzneimittelprüfung am Gesunden
  2. Toxikologischer und pharmakologischer Erkenntnisse
  3. Erkenntnisse aus der Anwendung bei Kranken

Die Gesamtheit dieser Erkenntnisse ergeben schließlich das Arzneimittelbild.

Die Arzneimittelprüfung am Gesunden
ist wohl die wichtigste Quelle zur Erkenntnis der Arzneiwirkung, da hierbei auch die feinstofflicheren Wirkungen der Arzneimittel unter wissenschaftlichen Kriterien in Erfahrung gebracht werden können.

Hahnemanns Chinarindenversuch war die erste richtige Arzneimittelprüfung. Seither wurden und werden noch immer unzählige Prüfungen durch viele Homöopathen auf der ganzen Welt mit zahllosen Mitteln durchgeführt.

Die Prüfungen selbst werden nach folgenden ganz bestimmten Richtlinien durchgeführt damit die Ergebnisse auch jederzeit nachvollziehbar sind.

  1. Nur der Prüfungsleiter kennt das zu prüfende Mittel
  2. Ein Teil der Prüfer erhält ein Placebo
  3. Die Prüfer sollen bei Beginn der Prüfung gesund sein
  4. Die Prüfungsgruppe soll breit nach Alter und Geschlecht gestreut sein
  5. Die Prüfer schreiben ein tägliches Protokoll über alle abweichenden subjektiven und objektiven Veränderungen

Die Mittel werden in der Regel in verschiedenen Potenzgraden geprüft
Je nach Toxizität beginnt die Prüfung eines Stoffes mit Tiefpotenzen zwischen D1 - D12.
Hier zeigen sich vorwiegend Symptome auf der körperlichen Ebene
Danach werden mittlere Potenzen (C 30 - C 200) geprüft wo sich verstärkt auch feinstofflichere Symptome beobachten lassen.
Die Prüfungen der hohen Potenzen (C 1000 und höher) zeigen dann überwiegend sehr feinstoffliche Symptome

Herkunft und Herstellung homöopathischer Mittel

Das Rohmaterial der homöopathischen Arzneimittel stammt aus allen Reichen der Natur. Darüber hinaus werden auch Krankheitsprodukte und chemische Verbindungen verwendet.
Im Grunde kann also jeder Stoff als Ausgangsmaterial verwendet werden.

  • Pflanzen (z. B.. Lycopodium, Pulsatilla, Brennessel, Belladonna, Aconitum ect.)
  • Tierische Stoffe (z. B.. Apis, Cantharis, Lachesis ect.)
  • Mineralien (z. B.. Calcium-carb., Silicea, Natrium-muriaticum ect.)
  • Metalle (z. B.. Gold, Silber, Blei, Quecksilber ect.)
  • Krankheitsprodukte, sogenannte Nosoden (z. B.. Tuberculinum, Medorrhinum, Psorinum ect.)
  • Chemische Verbindungen (z. B.. Arzneimittel)

Nachdem Hahnemann in den Anfangszeiten seiner homöopathischen Forschungen mit durchaus großen Dosierungen arbeitete, machte er die Erfahrung, dass diese großen Dosen nicht die Wirkungen erzielten, die er sich wünschte. Entweder war die Arzneiwirkung, also die toxische Wirkung zu stark und zu heftig oder ungenügend wegen zu geringer Aufschließung des Arzneimittels (bes. bei unlöslichen Mineralien).

Er begann also mit Versuchen die Quantität und die Qualität der Arznei in optimaler Weise zu verbinden. Dieses Ziel erreichte er durch Minimierung der Dosis und Steigerung der Wirksamkeit mittels schrittweiser Verdünnung und Verschüttelung der Arzneien und erreichte damit ein Optimum an arzneilicher Kraft und gleichzeitige Vermeidung von schädlichen Wirkungen und nannte es "Dynamisation" oder "Potenz".Der Vorgang der Herstellung wird "potenzieren" genannt.

 

Die Potenzierung

Die Ausgangssubstanz kann entweder eine Essenz, eine Tinktur, eine Lösung oder ein Pulver sein. Flüssige Ausgangssubstanzen werden als Urtinktur bezeichnet, feste Stoffe sind Ursubstanzen.

Beim Prozess der Potenzierung wird die jeweilige Urtinktur schrittweise verdünnt und verschüttelt. Ursubstanzen müssen bis zu einer C3 in Milchzucker verrieben werden und können dann anschließend flüssig weiterpotenziert werden.

Man unterscheidet dabei je nach Verdünnungsverhältnis während der einzelnen Schritte

  • D - Potenzen (Dezimal ; 1 : 10)
  • C - Potenzen (Centissimal ; 1:100)
  • LM oder Q - Potenzen (Qintessimal ; 1 : 50000)

Nach jedem Verdünnungsschritt wird verschüttelt (dynamisiert) und zwar bei D- und C-Potenzen jeweils 10 Schüttelschläge, Q-Potenzen werden jeweils 100 mal geschüttelt.

Beispiel der Herstellung einer C-Potenz
1 Teil Urtinktur + 99 Teile Alkohol + 10 mal schütteln => C 1
1 Teil der C1 + 99 Teile Alkohol + 10 mal schütteln => C 2
1 Teil der C2 + 99 Teile Alkohol + 10 mal schütteln => C 3 usw.

Die auf den Arzneifläschchen aufgedruckten Angaben bedeuten

Arzneimittel Verdünnungsverhältnis beim einzelnen Schritt Anzahl der Potenzierungsschritte
z. B. Arnika C 30
D. h. Arnika wurde 30 mal im Verhältnis 1 : 100 verdünnt und dazwischen immer 10 mal geschüttelt

Gebräuchliche Potenzstufen sind

Bei D-Potenzen: D1, D4, D6, D12, D200
Bei C-Potenzen: C6, C30, C200, C1000, C10000, C50000
Bei Q-Potenzen: Q1, Q2,....Q6, Q12, Q18, Q24, Q30

Die Verwendung dieser enorm hohen Verdünnungen ist auch der Hauptangriffspunkt der Homöopathiekritiker zumal ab einer Verdünnung ab D24 oder C12 rein chemisch gesehen kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr vorhanden ist. Diese Kritiker vergessen allerdings, dass es sich hier nicht nur um reine Verdünnungen handelt, sondern die Mittel auch verschüttelt sind (potenziert).

Nun sind es ja aber gerade die hohen Potenzen, welche die tiefste und umfassendste Wirkung zeigen bzw. werden an sich unarzneiliche Stoffe, wie z. B. Kochsalz erst durch die Potenzierung in hohe Stufen zu hochwirksamen Arzneien.

Einen wissenschaftlichen Nachweis der Wirkung homöopathischer Arzneien gibt es bislang nicht, auch wenn es einige Hinweise gibt, dass durch den Vorgang der Potenzierung sich die Molekularstruktur der Trägersubstanz (Alkohol oder Wasser) spezifisch verändert, also so etwas wie ein Stempelabdruck auf die Trägersubstanz gesetzt wird.

Für den praktizierenden Homöopathen ist es letztlich auch weniger interessant, ob die Wirkung der Homöopathie nun wissenschaftlich nachweisbar ist oder nicht. Für ihn zählt einzig und allein die Tatsache, dass unzählige Patienten durch die Homöopathie von ihren Leiden geheilt werden.

Damit die Kraft, die in den homöopathischen Mitteln verborgen liegt wirklich zur Entfaltung kommen kann bedarf es umfassender Kenntnisse und exakter Anwendung der theoretischen Grundlagen und ein tiefes Vertrautsein mit den Arzneimittelbildern.

Mach's nach, aber mach's genau nach
(Hahnemann)

Vis Vitalis - Schule und Praxis für Klassische Homöopathie
Klaus Ehret, Heilpraktiker
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